Ausbrandphase -Kaminöfen-

Die thermischen Verbrennungsabläufe im Brennraum

Die Verbrennung von Holz ist ein komplexer Vorgang, der in mehreren Stufen abläuft. Sie beginnt mit der Trocknungsphase. Bei Temperaturen bis etwa 100°C gibt das Holz seine Bestandteile an Wasser (15-20 Gewichtsprozent bei luftgetrocknetem Holz) ab.

 

Ab 160°C erfolgt die eigentliche thermische Zersetzung. Ab 250°C läuft sie dann exotherm, also ohne zusätzliche äußere Energiezufuhr, ab.

Diese Entgasungsphase mit einem Gasgemisch aus Kohlenmonoxid, Wasserstoff und organischen Verbindungen kann im handbeschickten Ofen bis zu 1.200°C erreichen. Sie setzt 70% der im Brennstoff enthaltenen Energie frei. Übrig bleibt die energiereiche Holzkohle mit 10-15 Gewichtsprozent.

 

In der Ausbrandphase bei 600-800°C setzt die Kohle durch Verbrennung der Kohlenstoffatome an ihrer Oberfläche die verbliebenen 30% Heizenergie frei.

Schließlich bleibt nur noch die Asche mit einem Anteil von 0,5 bis 1% des ursprünglichen Holzgewichts übrig.

 

HINWEIS:

Holz vergast zunächst und wird dabei als gasförmiger Brennstoff verbrannt. Erst die übrig bleibende Holzkohle ist ein fester Brennstoff. Deswegen muss die Holzfeuerstätte sowohl für eine "Gasfeuerung" als auch für eine "echte" Feststofffeuerung ausgelegt sein.



Ergänzende Informationen:

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ORANIER-Kaminofen-ABC-D-V1-02-2014.pdf
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