Elektrostatischer Partikelabscheider (Kaminöfen)

Elektrostatische Partikelabscheider können nachträglich in das Abgasrohr eines Ofens eingebaut werden.

 

Mittels Elektronik (230-Volt-Anschluss, 10 Watt Verbrauch, 3 Watt Standby), wird im Abgasrohr eine Hochspannung erzeugt. Hierdurch wird der Abgasstrom ionisiert, die Feinstaubpartikel lagern sich an der Wandung des nachfolgenden Rauchrohrs an. Voraussetzung ist, dass das Rohr aus Metall besteht. Ein handelsübliches Rauchrohr kann eingesetzt werden.

 

Die Abscheideleistung der elektrostatischen Partikelabscheider ist hoch, weshalb jedoch ein häufiges manuelles Reinigen des anschließenden Rauchrohres erforderlich ist.

Der Partikelabscheider selbst verursacht zunächst keine Zugverluste.

 

Der apparative Aufwand und damit die Kosten sind jedoch (noch) relativ hoch.

Elektrostatische Abscheidung von Feinstaubpartikeln

(Kutzner + Weber GmbH)

 

1. Bei ausreichend hoher Spannung an der Elektrode in der Mitte des Abgasstroms kommt es zu Ionisierungsprozessen. Somit entstehen im Abgasstrom geladene Teilchen, sogenannte Ladungsträger, und Gasionen;

 

2. Die Gasionen lagern sich an die Feinstaubpartikel an und führen zu deren Aufladung. Die auf diese Weise geladenen Teile werden aufgrund der elektrostatischen Kräfte an die Innenwand des Abgasrohres gedrängt und dort abgelagert. Die Ladung der Partikel wird während des Ablagerunsprozesses „neutralisiert“. Trotzdem bleiben die Partikel aufgrund ihrer mechanischen Verzahnung am Abgasrohr haften.



Ergänzende Informationen siehe:

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Oranier-Kaminofen-ABC.pdf
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