Förderdruck "Schornsteinzug"

Der Schornstein als Motor der Feuerungsanlage

 

Der Schornstein führt durch den thermischen Auftrieb nicht nur die Abgase nach außen, sondern es wird auch gleichzeitig die benötigte Verbrennungsluft von außen in den Aufstellungsraum und von dort in den Brennraum der Feuerstätte "gesaugt".

 

Indem mehr oder weniger Verbrennungsluft an den Verbrennungsprozess herangeführt wird, bestimmt die Stärke des sogenannten Förderdrucks ("Schornsteinzug") die Feuerungsleistung. Der Förderdruck wird zunächst durch die wirksame Höhe des Abgassystems (Schornsteinfuttermitte bis Schornsteinmündung) und die Differenz zwischen der Abgastemperatur am Ofenausgang und der Temperatur am Schornsteinkopf bestimmt:

 

Je heißer das Abgas und je höher der Schornstein, um so größer der Förderdruck!

 

Der effektive Förderdruck wird am brennenden Gerät gemessen. Hierzu wird eine Messbohrung im Abgasrohr vorgenommen.

 

Der Förderdruck sollte den Geräteangaben entsprechen. Gegebenenfalls muss er durch Zugbegrenzungseinrichtungen begrenzt, oder durch eine günstigere Zuluft- und Abgasführung erhöht werden.


 

Zug-Gewinne und Zug-Verluste am Schornstein

(Bildquelle: Schiedel GmbH & Co. KG)


HINWEIS:

Wasserführende Kamin- Pelletöfen können durch den starren Anschluss der wasserseitigen Verrohrung nicht mehr bewegt werden. Bei einem Kaminanschluss mittels Rauchrohr muss darauf geachtet werden, dass dieses über entsprechende Kehröffnungen vollständig gereinigt werden kann.

Bewährt haben sich verstellbare dreiteilige Segmentbögen zum Zerlegen.


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