Geräteleistung -Wasserführende Kaminöfen-

Bei der Auswahl des Ofens spielt neben der Optik und der Gesamtleistung vor allem das Verhältnis zwischen der Leistungsabgabe in das Heizungswasser und in den Aufstellungsraum eine wichtige Rolle.

Aus regelungstechnischer Sicht müsste der "ideale" Ofen seine gesamte Wärme in den Heizkreislauf abgeben, um aus dem Pufferspeicher den genauen momentanen Bedarf im Haus zu bedienen. Dieser ergibt sich zunächst nur aus den Anforderungen der Heizkörper der einzelnen Räume, sowie des Brauchwasserwärmebedarfes.

 

In der Praxis jedoch möchten die Nutzer eines Kaminofens den Feuerschein des Abbrandes sehen und die vom Ofen ausgehende "wohlige" Strahlungswärme genießen. Deshalb ist der "richtige" Kompromiss zwischen Luft- und Wasserleistung erforderlich. Einerseits soll der Aufstellungsraum nicht überheizt werden und möglichst viel Wärmeenergie in den Heizkreislauf gelangen. Andererseits sollen der Blick aufs Feuer und die Ofenwärme "erlebt" werden.

 

Die Heizleistung des Ofens sollte in der Praxis  maximal 50-70% des Gesamtwärmebedarfs betragen, um auch in der Übergangszeit einen geregelten Betrieb zu gewährleisten.

Auslegung des Wasserführenden Kaminofens:

  1. Raumwärmebedarf ermitteln: Die luftseitige Wärmeleistung sollte diesen Wert nicht überschreiten
  2. Gesamtwärmebedarf des Gebäudes ermitteln: Die Gesamtleistung (Luft + Wasser) sollte bei 50-70% des ermittelten Wertes liegen
  3. Die wasserseitige Wärmeleistung ergibt sich als Differenz aus Gesamt- und Luftleistung

Beispielrechnung:

Einfamilienhaus, Baujahr 1976, Wohnfläche 143 m², die einfach verglasten Fenster  wurden durch isolierverglaste Fenster ersetzt.

 

Der ungefähre Wärmebedarf beträgt circa:

130 Watt/m² x 143 m² = 18.590 W (kW)

 

Gewählter Ofen (Gesamtleistung): 18,5 kW x 50% = 9 kW


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