Schornsteinarten

Die Schornsteinart bestimmt Förderdruck und Rauchgastemperatur

 

Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Kaminen, bzw. Schornsteinen unterscheiden:

 

1. Gemauerter Schornstein (Altbau)

Durch die Mauerfugen und anheftende Mörtelreste ergeben sich etwas geringere Förderdrücke („Zug“) als bei glatten Rohren. Der Anschluss von Ofenrohren erfolgt durch runde Öffnungen, in die Doppelwandfutter oder Rohrhülsen dicht eingesetzt werden.

 

Durch die geringe Wärmedämmwirkung und die hohe Speichermasse muss die Rauchgastemperatur bei voll brennendem Feuer am Anschluss mindestens 200°C und beim Schornsteinkopf mindestens 60°C betragen, damit der Schornstein durch Kondenswasser nicht langsam durchfeuchtet und versottet.

 

 

2. Fertigteilschornsteine mit Schamotterohr und Dämmung

Durch die glatte Oberfläche ergeben sich höhere Förderdrücke. Der nachträgliche Anschluss von Ofenrohren ist kompliziert, da sich das Innenrohr gegenüber dem Ausenrohr erheblich dehnt. Die Rauchgastemperatur muss bei voll brennendem Feuer mindestens 110°C betragen, bei neueren Ausführungen auch weniger.

 

 

3. Gedämmter, doppelwandiger Edelstahlschornstein

Durch die sehr glatte Oberfläche werden höchste Förderdrücke erzielt.

Bei Schornsteinhöhen über 5 Meter sollten Masnahmen zur Zugbegrenzung, wie zum Beispiel eine Drosselklappe, vorgesehen werden. Gut gedämmte (3 cm) Schornsteine sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit, so dass auch Rauchgastemperaturen unter 110°C gefahren werden können.

 

HINWEIS:

Edelstahlschornsteine werden meist im gleichen Querschnitt wie die Feuerstätte ausgeführt. Dies kann zur Folge haben, dass der Rauch bei Anlagerung von Rußschichten nicht mehr vollständig abtransportiert werden kann und in den Aufstellungsraum austritt.

 

Ausführungsarten von Schornsteinsystemen

(Bildquelle: Schiedel GmbH & Co. KG)


Ausführliche Informationen!

erhalten Sie durch die ORANIER-Fachbücher

  • Ratgeber für wasserführende Kamin-   und Pelletöfen +
  • Ratgeber für Pelletöfen

Von der passenden Geräteauswahl bis zur Installation, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung. Tipps für Fachplaner, Installateure und Anwender!