Thermische Ablaufsicherung (TAS)

Wasserführende Kamin- und Pelletöfen

 

Die thermische Ablaufsicherung wird bei Sicherheitswärmetauschern (Kühlschlange) in die Kaltwasserzuleitung vor dem Sicherheitswärmetauscher eingebaut.

 

Bei Anlagen zur Verbrennung von Scheitholz und in Pelletkesseln ist ihr Einbau vorgeschrieben.

 

Durch den Einbau vor der Kühlschlange wird die TAS vor Verschmutzung durch Kalkausfallung in der Kühlschlange geschützt. Die Kühlschlange bleibt drucklos.

 

Der Druck der Kaltwasserleitung muss mindestens 2,0 bar betragen.

Die Angaben der Hersteller zur Dimensionierung sind zu beachten.

 

Bei Kamin- und Pelletöfen sind Ablaufsicherungen der Größe DN 16 (18x1 Cu-Rohr, bzw. 3/4-Zoll-Anschlussgewinde) mit einer Ansprechtemperatur von 90 bis 95°C üblich.

Die "Thermische Ablaufsicherung" gewährleistet die Öffnung des Kühlwasserkreislaufes.

 

Sie besteht aus einem Fühler, einem Kapillarrohr und einem Absperrventil.

 

Der Fühler wird mittels Tauchhülse in den Kessel eingeführt.

Sollte die Kesseltemperatur 95°C überschreiten, dehnt sich die Kapillarflüssigkeit so weit aus, dass das Absperrventil gegen die Federkraft geöffnet wird und damit das Kühlwasser freigibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Systemskizze



Das Ventil der Thermischen Ablaufsicherung wird in der Nähe des Kaminofens vor dem Wärmetauscher installiert. Die Messbirne des Kapillarrohrfühlers ist in die entsprechend vorgesehene Fühlerhülse des Wärmetauschers einzuführen.

 

Das Kapillarrohr ist sauber zu verlegen und darf keinesfalls scharf abgeknickt werden.

 

Da die Thermische Ablaufsicherung bei häufigem Ansprechen undicht werden kann, sollte auf eine leichte Zugänglichkeit und Austauschbarkeit geachtet werden.

 

Vor der Installation sollte die Zuleitung nach Möglichkeit gespült werden, um evtl. Lötrückstände zu beseitigen. In die Zuleitung darf kein Absperrventil gesetzt werden.


Bei den sogenannten "Offenen Systemen" (drucklos) wird kein Sicherheitswärmetauscher benötigt.

 

Hier ist der Kessel nicht in einem geschlossenen Verbund mit Membranausdehnungsgefäß und Sicherheitsventil in den Heizkreislauf eingebunden - der Kreislauf besitzt an der höchsten Stelle einen Abzweig, der frei mit der Außenluft verbunden ist.

Im Fehlerfall kann sich kochendes Kesselwasser ungehindert nach oben ausdehnen.


 

 

 

 

 

 

Thermische Ablaufsicherung

Die Fühlerleitung darf nicht scharf abgeknickt werden!




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